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Computerkunst, Compurtergrafik - was ist das eigentlich?

So werden sich sicher viele fragen und weiter: ja, kann man denn mit Hilfe eines Computers überhaupt ”Kunst machen?” Nun, es ist eine neue Kunstrichtung in der Fülle der künstlerischen Entwicklungen der Moderne. Verständlich, dass viele von uns mit dem Begriff wenig anfangen können und dass dieses Wort einer Erklärung bedarf.- Es handelt sich in der bildenden Kunst um Darstellungen, die entweder ganz oder zum Teil durch - bzw. mit Computern hergestellt werden.

Dabei bestehen große Unterschiede zwischen einer ausschließlichen Computerkunst und künstlerischen Produkten, die eine Mischung darstellen zwischen Bildgestaltung mit hergebrachten Mitteln - z.B. auch der Photographie und einer Verwendung, einer Unterstützung durch den Computer.-Man kann von multimedialen Mischformen sprechen, die eine Art von Symbiose zwischen digitaler Technik und Kunst beinhalten. Man streitet noch darüber, ob dieses Verfahren letztlich nicht eine maschinelle, wenig beseelte Form von Bildproduktion sei, ein kunstfernes, überwiegend rein technisches Verfahren.

Doch der Künstler Claus Bella, als Vertreter dieser neuen Richtung macht geltend, über reine Graphikstrukturen, die formal durchaus ansprechend sind hinaus in einem ”Mischverfahren” Werke zu schaffen, die zu Recht den Anspruch erheben, darstellende Kunst zu sein. Er betont dabei dass das Kriterium des Ästhetischen erfüllt sei, weiter, dass in solchen Bildern eine Fülle von reizvollen farblichen Schattierungen erreicht werden könne. So wird bei Claus Bella der Computer als wesentlicher Teil und Auslöser eines solchen Verfahrens mehr als nur ein funktionales Instrument, mit dessen Hilfe Bilder mit großer Farbintensität und phantastischen Verfremdungen und Mustern entstehen. Dadurch wird das, was wir heute unter ”Computerkunst” verstehen zu einem adäquaten Gestaltungs- und Ausdrucksmittel der Moderne, des kommenden Jahrhunderts.- Wollte man unbedingt eine Einordnung suchen für eine Stilrichtung der ”Computerbilder” Claus Bellas, so könnte man sie - unter Vorbehalt - zur Sparte eines romantisch verbrämten magischen Realismus zählen.

So fällt das großformatige Bild ”Flamingos” im Foyer der Bibliothek dem Betrachter sofort in die Augen, eine Mischung von Realität und Abstraktion . Eine Impression von Farbtupfen der eigenartigen Vögel der Provence in blendender Helligkeit des mediterranen Lichtes. Das graphische Element tritt stärker bei dem Bild ” Venedig” in Erscheinung. Palazzi und die Kuppel von Santa Maria della Salute spiegeln sich im Wasser des Canale Grande; ein Bild, das in seiner beginnenden Formauflösung an die klassischen Impressionisten erinnert. Reizend der Versuch, diese moderne, gleichsam aus der Elektronik kommende Darstellungsart zu vergleichen mit den bekannten Veduten Canalettos oder Guardis Im naturalistischen Stil zeigt sich das Computerbild ”Heidelandschaft”. Hier hat Bella ein typisches Stück einer Landschaft mit der Vegetation der Kalkmagerböden dargestellt mit der Dominanz von Braun-und Gelbtönungen. Es wirkt wie eine kleine Oase aus Stille und Licht, ein Gegenpol zu den urbanen, verbauten und zubetonierten modernen Landschaften erfüllt von Lärm und Hektik.

In einer Serie mit kleinen Formaten stellt Claus Bella Landschaften unserer näheren Heimat an Rhein und Ahr dar. Sie besitzen die Wirkung von ”Momentaufnahmen”, geben eine Stimmigkeit des Augenblicks wieder. Sie sind getragen von Kontrasten zwischen dunklen Partien und Regionen eines diffusen Lichtes weiter Himmel über der heimischen Landschaft.- Diese überwiegend kleineren Computergraphiken haben eine nur geringe Auflagenhöhe und besitzen dadurch in erhöhtem Maße den Wert der Originalität.

Typische Gestaltungsmerkmale der ”Computerkunst” werden deutlich erkennbar im Bild mit dem Titel ” Ahrgold”.- Von einer Lichtquelle im Mittelpunkt, einem ” magischen Auge” breiten sich wellenförmig Strahlungen aus, die aus geschwungenen Linien leuchtender Perlenbänder bestehen. Ein Bild mit wortwörtlich ”Ausstrahlung”, mit einer meditativen Wirkung:

Computerkunst: Gedanken über die Ausstellung in der Stadtbibliothek in Bad Neuenahr-Ahrweiler im Sommer 2002  

Johannes Friedrich Luxem